Wenn der Verstand Pause macht und die Hand nur noch dem Rhythmus des Modells folgt: Diese Studien von Alva zeigen den Moment, in dem Linie und Bewegung eins werden.
Die Überlagerung der Skizzen fängt das Vergehen der Zeit ein. Man spürt förmlich den Wechsel der Posen – von der statischen Ruhe im Sitzen bis hin zur Spannung gestreckter Gliedmassen. Es entsteht ein visuelles Echo von Alvas Präsenz im Raum.
Die kräftigen, fast rabiaten Tuscheakzente wirken wie instinktive Reaktionen auf den Moment. Wo der Bleistift noch sucht, setzt die Tusche ein klares Statement. Diese Kontraste verleihen der Arbeit eine rohe Emotionalität.
Das Bild strahlt eine konzentrierte Unruhe aus. Die Figuren scheinen aus dem Papier hervorzutreten und wieder darin zu verschwinden. Bei diesen schnellen Studien steht die Verbindung zwischen Auge, Hand und dem lebendigen Gegenüber im Fokus

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Projekt «Erster Akt»
