In dieser vierminütigen Kohle-Studie steht die Geste im Mittelpunkt. Die Linien tasten sich vor, verdichten sich, brechen wieder auf. Hell und Dunkel ringen miteinander, modellieren Schulter, Brust und Hüfte – und lassen zugleich vieles im Ungefähren.
Die Kohle erlaubt ein direktes, körperliches Arbeiten. Wischen, Schichten, Verdichten: Jede Spur bleibt sichtbar. Das Licht trifft auf den Körper und hebt ihn aus dem Weiss des Papiers heraus, während die Schatten ihn wieder in die Fläche zurückziehen.
Die kurze Arbeitszeit zwingt zur Entscheidung. Keine Korrekturen, kein Zögern – nur Geste. So entsteht eine Studie, die weniger beschreibt als behauptet: Präsenz durch Kontrast, Körper durch Bewegung, Form durch Licht.

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Projekt «Erster Akt»
