In dieser Arbeit wird die klassische Aktstudie zu einem farbintensiven Experiment. Die Leinwand zeigt eine Vielzahl von Posen, die sich in einem lebhaften Zusammenspiel aus Licht, Schatten und kräftigen Farbakzenten überlagern.
Durch die Überlagerung der Figuren in verschiedenen Ebenen entsteht eine räumliche Tiefe, die an ein bewegtes Mosaik erinnert. Es wirkt wie eine Momentaufnahme, in der die Grenzen zwischen Modell und Raum im malerischen Prozess verschwimmen. Das Bild besticht durch seinen expressiven Einsatz von Primärfarben. Das leuchtende Rot und die warmen Gelbtöne setzen gezielte Impulse gegen den tiefen, kühlen Blau-Grün-Hintergrund. Diese Kontraste verleihen der Szene eine vibrierende, fast leidenschaftliche Atmosphäre.
Die Figuren sind nicht scharf abgegrenzt, sondern scheinen organisch aus der Farbe herauszuwachsen. Der breite Farbauftrag betont die physische Präsenz der Körper, während die Gesichter oft nur angedeutet bleiben – ein Fokus auf die reine Form und die emotionale Geste.



Mehr gibt es hier zu entdecken
Projekt «Erster Akt»
